RHEINFPALZ Germersheimer Rundschau | Ein Juso bestimmt den Kurs der SPD

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Gegenüber: Daniel Bambauer steht für streitbare Jugend und Kommunikation im Internet

Germersheim. Ein neues und vor allem junges Gesamtkonzept für Germersheim wünscht sich der 27-jährige Daniel Bambauer. Seit Mitte Mai ist er Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Germersheim-Sondernheim und damit der Jungstar der Genossen, der auf eine Reihe etablierter und eben deshalb nicht mehr ganz so junger Parteichefs folgt.

„Es herrscht ein gewisser Kampf mit der Stadt, die sehr CDU-lastig ist und ihre Wünsche handküssend begrüßt", sagt Bambauer. Dennoch gebe er nicht auf und entwickle gemeinsam mit zwei Stellvertretern und sechs Beisitzern im Vorstand des SPD-Ortsvereins Ideen und Projekte. Dazu gehöre unter anderem ein großer Raum für Jugendliche und Vereine, in dem man sich treffen und kennenlernen kann. „In Germersheim gibt es leer stehende Kasernen, die man dazu nutzen kann", ergänzt Bambauer. Die Stadt habe den SPD-Antrag nicht beachtet, aber einen kleineren Raum, den junge Leute für Veranstaltungen und Treffen mieten könnten, versprochen.

Dass er mit seiner Politik vor allem junge Leute ansprechen will, zeigt seine Präsenz auf diversen Internetseiten wie „Wer kennt wen", „StudiVZ" oder „Facebook", auf denen vor allem Jugendliche und Studenten mit ihm über aktuelle Themen oder Probleme kommunizieren. Geplant sind auch Infostände in der Stadt Germersheim, die regelmäßig aufgebaut werden und an denen sich die Bürger der Stadt über die Partei selbst und aktuelle Themen der Germersheimer Kommunalpolitik informieren können.

„Einen kompletten Bruch mit der Politik meines Vorgängers wird es nicht geben", erklärt Bambauer. „Viele Projekte werde ich fortsetzen, zumal sie auch Teil meiner Ideen sind." Dazu gehöre zum Beispiel der Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs: Bambauer favorisiert die Variante des aktuell diskutierten Buskonzeptes, die ab Dezember drei neue Haltestellen in Germersheim bedient (Straßenmuseum, Bellheimerstraße, Mozartstraße), an denen die Busse möglichst jede Stunde halten sollen. Die Ruftaxi-Haltestellen in Germersheim werden laut Bambauer mit Schildern (An- , Abfahrtzeiten und Telefonnummern) versehen. Für bessere Planung und damit sich die Termine von Veranstaltungen nicht überschneiden, fordert Bambauer die stete Aktualisierung des Terminkalenders auf der Internetseite der Stadt.

„Nicht alles, was schön ist, ist nötig", kritisiert Bambauer einige geplante Projekte der Stadt. Der Bau eines Römerspielplatzes am Rhein oder der Neubau (Aufweitung) der Brücke über die Straße „Zur Wörthspitze", in der Fahrzeuge höchstens zwei Stunden am Tag verkehren würden, seien kostspielig und vorerst verzichtbar. Sinnvoller und günstiger wäre es seiner Meinung nach, die Spielplätze in Germersheim zu renovieren, da sich viele in schlechtem Zustand befänden.

Quelle: Die RHEINPFALZ - Germersheimer Rundschau. 29.Juni 2010

 
 

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